DiDoDay VIII
Geschrieben von: Michael Eisele   

Liebe DiDoDay Freunde,

eine tolle Veranstaltung ist schon wieder vorrüber. Wir bedanken uns bei allen Besuchern, bei Frank Groß, Thomas Deutsch der MS Einigkeit und allen Helfern und Ordnern. Der Nachbericht und die Bilder werden in Kürze verteilt und veröffentlicht.

Hier die offizielle Pressemiteilung für Euch und drei, vier Bilder vorab.

Petri Heil,

Team DiDoDay!

 

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Di Do Day in Hei Li Ha

Hinter dieser fast chinesisch klingenden Abkürzung stecken Tradition, Legenden und ein ernstes Thema für Heiligenhafen und alle Ostseeangler.

Di steht für Dieter, Dieter Eisele, Gründer der gleichnamigen Angelgerätefirma mit Sitz in Oldenburg in Holstein, die nun sein Sohn Michael Eisele weiterführt. Dieter ist eine lebende Angellegende und Erfinder vieler Angelköder und Geräte vor allem für die Ostseeangelei – Made in Ostholstein – mit den dazugehörigen Arbeitsplätzen in der Region. Do steht für Dorsch, dem Hauptzielfisch der Ostseeangler, insbesondere der Gäste der Angelkutter, die vom Hafen Heiligenhafen auslaufen. Genau diese Gäste fehlen zurzeit, denn die Politik macht den Ostseeanglern das Leben sehr schwer. Zur Erholung der Dorschbestände dürfen sie nur noch 5 Dorsche am Tag fangen – der Vorstellung den Fang des Lebens zu machen ist damit eine Grenze gesetzt, dabei ist es genau diese Hoffnung, die die Angler nach Heiligenhafen fahren, dort Unterkünfte buchen und in die Gastronomie einkehren lässt – und das vor allem in der kälteren Jahreszeit, wenn die Sommertouristen längst weg sind. Angeltouristen sind Arbeitsplatzerhalter in der Nebensaison.

Der Di Do Day ist also Dieters Dorschtag. Eine Angelveranstaltung, die Tradition hat und eine Botschaft, die aktueller und wichtiger nicht sein könnte: Kommt nach Heiligenhafen und angelt auf Dorsch vom Angelkutter. „Das Angeln auf Dorsch ist unser Recht“, ermutigt Michael Eisele die fast 90 Teilnehmer, die teilweise aus Bayern angereist sind, vorm Auslaufen. Die Stimmung an Bord ist gut letzten Samstag – fünf Dorsche fangen lange nicht alle Angler, aber zufrieden ist nach einem tollen Tag auf See jeder. Sie sind sich einig, dass sie im nächsten Jahr, zum neunten Di Do Day, wiederkommen wollen. Einerseits ist Optimismus angebracht, denn der Dorschbestand hat sich erholt. Die Wissenschaft empfiehlt für 2019 eine wesentlich höhere Entnahmemenge Dorsche für die Ostsee. Andererseits gibt es Gerüchte aus den EU Büros in Brüssel, dass die Angler davon nicht profitieren sollen und das Tageslimit bei 5 Dorschen bleiben soll. Das wäre doppelt bitter, denn die Angler haben den Rückgang nicht verursacht und zur Erholung beigetragen. Wenn dies so kommt, sind Traditionen wie die Heiligenhafener Angelkutter und Legenden wie Dieter Eisele bedroht und die Region Ostholstein um wichtige Arbeitsplätze ärmer. Angeln ist in seiner wirtschaftlichen Bedeutung unterschätzt und in seiner politischen – über 5 Millionen Deutsche angeln, das entspricht gut 10% der abgegebenen Stimmen bei der letzten Bundestagswahl. Die zweite Botschaft der Veranstaltung geht also an die Politik in Kiel, Berlin und Brüssel und ist aufgrund der Faktenlage unmissverständlich. Martin Liebetanz-Vahldiek und Michael Eisele

 

IMG 9529 Michael Eisele

 

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